Lehrende

Tom Weichelt

Tom Weichelt
Dozent im Fachbereich Fotografie/ Zeitbasierte Medien

Was ist die eindrücklichste Erinnerung an das eigene Studium?
Die plötzliche Freiheit, die man aber erst rückblickend begreift.

Was sollte jedem Kunststudierenden mit auf den Weg gegeben werden?
Denke mutig, hinterfrage, bleib geduldig, suche nach neuen Wegen.

Kunstauffassung
Wir leben in komplexen Zeiten. Die Kunst kann unsere Herausforderungen zwar nicht alleine lösen, aber neue Möglichkeitsräume eröffnen. Künstler*innen haben immer eine gesellschaftliche Verantwortung. Künstlerische Produktion erfordert spartenübergreifendes Denken und vielfältige Interessen.

Lehrverständnis an der FKN
Meine Lehrvorstellung entspringt einem offenen, materiell ungebunden Kunstverständnis: Breites Hintergrundwissen dient als Fundament für die Entwicklung der individuellen Positionen der Studierenden. Ein offener Kunstbegriff kann sich nur aus dem Diskurs entwickeln. Dabei geht es stets auch darum, Standpunkte zu formulieren, Diskussionen auszuhalten und im respektvollen Austausch Kritik zu äußern.

Die individuellen Positionen der Studierenden, die aus dieser Auseinandersetzung entstehen, gilt es von Seiten der Lehrenden zu fördern und zugleich den Weg hin zu einer eigenständigen künstlerischen Arbeitsweise zu ebnen. Dabei verstehe ich inhaltliche Konzeption, Formfindung und Verortung im Raum als zusammenhängenden Prozess.

Biografie
* 24. Mai 2000

In seiner künstlerischen Praxis verknüpft Tom Weichelt kunst- und kulturtheoretische Elemente mit dem visuellen Ausdruck der bildenden Kunst. Seine transdisziplinäre Arbeitsweise findet an der Schnittstelle von konzeptueller Fotografie, moving image, raumbasierten, skulpturalen Arbeiten und Text statt.

Vor seinem Studium an der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main, in der Klasse der Professor*innen Judith Hopf, Flaka Haliti, Diego Marcon und Simnikiwe Buhlungu, studierte er an der FKN bei Armin Bremicker, Jochen Klein und Susanne Schumacher.

Tom Weichelt präsentierte seine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen. So unter anderem im Deutschen Filminstitut und Filmmuseum DFF (Frankfurt am Main), in den Räumen der AVU Veletržní (Prag), im Heine-Institut Palais Wittgenstein (Düsseldorf), wie auch in der Galerie der Stadt Wendlingen.

Für den Werkkomplex »containers o.o.p.« erhielt er 2026 den Rundgangspreis der Dr. Marschner Stiftung.